Wenn Scham zu Stolz wird,
dann entsteht Heilung.

Wir alle tragen Scham in uns. Die Angst, nicht richtig zu sein.

Die Angst, zu laut zu sein. Zu anders. Zu viel.

Für viele Menschen wird Fetisch zu mehr als Ausdruck. Er wird zu einem Ort der Selbstfindung. Zu Community. Zu Sichtbarkeit. Zu Stolz.

Fetisch heilt erzählt meine Geschichte.

Meine Geschichte

Wie ich meinen
Weg gefunden habe.

Victor Görgey, Bavarian Mister Fetish 2026, mit Schärpe

Seit Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich in der schwul-queeren Szene Münchens, besonders beim Sub und bei der S'AG — einer Präventionsgruppe, die mir viel bedeutet.

Ich bin Opfer von Missbrauch und Gewalt. Das hat mich tief geprägt und lange dazu geführt, dass ich alles, was mit typischer Männlichkeit verbunden wurde, mit Ablehnung und Angst verband.

Über mein Engagement in der Szene fand ich schließlich den Weg zum Münchner Löwen Club und entdeckte dort etwas Unerwartetes: einen Raum, in dem Stärke nicht Dominanz bedeutet, sondern Vertrauen. Einen Ort, an dem ich meinen Schmerz nicht verbergen, sondern verwandeln konnte.

Hier durfte ich so sein, wie ich bin. Ich entdeckte meinen Fetisch: nicht als Geheimnis, das ich verbergen muss, sondern als Teil von mir, auf den ich stolz sein kann.

Als der Titel 2024 vom Bavarian Mister Leather zum Bavarian Mister Fetish umbenannt wurde, ließ ich mich Ende 2025 als Kandidat aufstellen. Ende März 2026 gewann ich die Wahl. Seitdem trage ich den Titel und die Schärpe, und mit ihnen die Verantwortung, sichtbar zu sein und anderen Mut zu machen.

Was mich antreibt

Drei Gedanken.

Ein Versprechen.

Fetisch heilt sind für mich mehr als ein Slogan. Sie stehen dafür, dass Fetisch nicht Scham bedeutet, sondern Selbstbestimmung, Ausdruck und Zugehörigkeit.

Für viele Menschen ist die Community ein Ort, an dem sie sich nicht verstecken müssen, sondern endlich gesehen werden.

Ein Schutzraum.

Sichtbarkeit ist kein Luxus — sie ist ein Schutzraum. Manchmal sogar ein Heilungsraum.

Es heilt, wenn wir aufhören, uns zu verbiegen. Es heilt, wenn wir echte Solidarität erleben. Wenn aus Scham Stolz wird. Wenn aus Unsichtbarkeit Gemeinschaft wird.

Eine Einladung.

Als Bavarian Mister Fetish möchte ich Menschen Mut machen, sichtbar zu sein: sich nicht kleiner zu machen und füreinander einzustehen.

Fetisch heilt, wenn wir ihm Raum geben. Und wir alle haben ein bisschen Heilung verdient.

Reiseplan

Unterwegs für
Sichtbarkeit.

Mit dem Titel möchte ich Sichtbarkeit schaffen für Gespräche über queere Identität, Selbstannahme und Gemeinschaft. Diese Reise ist für mich kein Pflichtkalender, sondern persönlicher Ausgangspunkt für etwas Größeres.

Eure Geschichten

Fetisch heilt.
Nicht nur mich.

Fetisch heilt teilt ihre Geschichten.

Die Texte sind persönliche Erfahrungsberichte der Autor:innen und spiegeln ausschließlich ihre eigene Perspektive wider.

Anonym möglich.

Heilung beginnt dort,
wo Scham endet.

Fetisch heilt ist eine Einladung, sichtbar zu werden.

Nicht perfekt. Nicht angepasst. Sondern ehrlich.

Denn manchmal beginnt Heilung genau dort, wo wir aufhören, uns zu verstecken.

Sei sichtbar. Sei du. Sei stolz.